Philosophie

oder wie wird im „Hundeklassenzimmer“ gearbeitet?

Die Schwerpunkte der Hundeschule liegen in der Arbeit mit verhaltensauffälligen Hunden, ebenso wie in der Erziehung von Welpen und erwachsenen Hunden.

Hierbei wird der Hundehalter für die Bedürfnisse seines Hundes unter Berücksichtigung dessen rassespezifischer Besonderheiten, seines Ausdrucksverhaltens und seiner natürlichen Verhaltensweisen sensibilisiert.

Die Kommunikation zwischen Hundehalter und Hund stehen daher von Anfang an im Vordergrund. Es lässt sich daher nicht vermeiden, gerade zu Beginn der gemeinsamen Übungen dem Hundehalter einiges an theoretischem Wissen über den Hund im Allgemeinen und seinen Hund im Besonderen zu vermitteln.

 

Viele Verhaltensauffälligkeiten lassen sich durch Missverständnisse in der Kommunikation zwischen Mensch und Hund erklären und oft genügt schon eine kleine Änderung des eigenen Verhaltens, um große Fortschritte beim Hund zu erzielen.

Mit Hilfsmitteln, die dem Hund Schmerzen zufügen, wie Würgehalsbändern, „Erziehungs“-Geschirr, Elektroreizgeräten und ähnlichem wird bei mir grundsätzlich nicht gearbeitet. Die Erziehung erfolgt ausschließlich mit positiver Motiva­tion und unter dem Einsatz unserer Körpersprache. Selbstverständlich brauchen auch unsere Hunde einen „Leitfaden“, damit das Zusammenleben problemlos funktioniert. Doch jeder Mensch kann seinem Hund Grenzen setzen ohne ihn zu ängstigen oder ihm Schmerzen zuzufügen. Meine Aufgabe ist gerade bei verhaltensauffälligen Hunden mit der eines Übersetzers zu vergleichen, der Mensch und Hund hilft eine gemeinsame Kommunikationsebene zu finden.

Der größte Unterschied zur konventionellen Hundeschule ist das Einzeltraining. Dies ist wesentlich effektiver als der Unterricht in der Gruppe, da sich Hundehalter und selbst­verständlich auch die Trainerin auf einen Hund konzentrieren. Zwar ist der finanzielle Einsatz für den Hundehalter am Anfang größer, doch da erheblich weniger Unterrichtsstunden gebraucht werden als in einem Gruppentraining, relativiert sich dies rasch.

Da es in Deutschland keine staatlich anerkannte Ausbildung zum Hundetrainer gibt, variieren die Methoden der verschiedenen Hundeschulen erheblich. Im Gegensatz zu den meisten konventionellen Hundeschulen gibt es beim „Hundeklassenzimmer“ kein starres Erziehungs­konzept und keinen festen Platz, an dem der Unterricht stattfindet. Die Ausbildung wird individuell auf den Hund und seine Bezugspersonen, seine Lebensumstände und seine bishe­rigen Erfahrungen abgestimmt. Daher wird auch beim Einüben des so genannten Grundge­horsams normalerweise Einzelunterricht angeboten. Die Hundeschule ist mobil, das bedeu­tet, dass der Unterricht im täglichen Umfeld des Hundes und seiner Familie stattfindet. Gerade bei verhaltensauffälligen Hunden ist es wichtig, in der gewohnten Umge­bung zu üben, da dort die Probleme auftreten. Es wird die ganze Familie ins Training einbezogen, um einen höheren Trainingserfolg zu erzielen. Es versteht sich von selbst, dass hier nur mit dem einen Hund gearbeitet wird, um dessen individuelle Problematik zu verstehen und konzentriert korrigieren zu können.

Aber auch Hunde, die den Grundgehorsam erlernen, sollten dies Zuhause und auf ihren gewohnten Spazierwegen einüben und nicht auf einem Platz, der nichts mit ihrem täglichen Leben zu tun hat. Der Lernerfolg ist bei dieser Methode viel größer, da der Hund das Erlernte direkt in gewohnter Umgebung umsetzt.

Bevor mit Hund und Halter der Unterricht beginnt, gibt es ein etwa einstündiges Beratungs­gespräch mit einer umfassenden Analyse des Hundes und seines Umfelds. Hierbei wird mit dem Hundehalter genau besprochen, wo seine Prioritäten liegen, wie gearbeitet wird und was die Zielsetzung des Unterrichts ist. Dies wird schriftlich fixiert und im Anschluss daran wird von mir ein Trai­ningsplan ausgearbeitet.

Hier finden Sie das Unterrichtsangebot.